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Ein Danke an alle Spender.

Wine-Times-Leser spendeten insgesamt 4.875,- Euro!

Wine-Times Herausgeber Helmut Knall verlor bei dem schrecklichen Tsunami in Sri Lanka vier Freunde. Wir baten um Spenden. Die Resonanz war überwältigend. Wir danken allen Spendern und sagen, was mit dem Geld passiert ist.

Ein Danke an alle Spender.


Wer kannte voriges Jahr den Ausdruck "Tsunami"? Wahrscheinlich niemand. Seit Jänner weiss jeder, was das ist. Leider.

Zunächst noch einmal Danke an alle, die hier schnell, und ohne lange zu fragen, mitgeholfen haben. Natürlich gab es die grossen Hilfsorganisationen, die unglaublich viel geleistet haben. Aber ebenso natürlich mussten die erstmal mitten im Chaos eine Infrastruktur aufbauen, organisieren, das dauerte. Da standen Container voll mit Hilfsgütern und tagelang wurde nichts daraus ausgegeben. Lebensmittel verfaulten in der Hitze, ein paar Kilometer daneben hungerten die Obdachlosen.


Wie überall, wo Not herrscht, bildete sich ein korrupter Schwarzmarkt. Container wurden aufgebrochen, gestohlene Hilfsgüter schwarz verscherbelt. Wer bezahlte, bekam was er wollte. Lebensmittel oder Medikamente. Das mag man verurteilen. Manchmal ist es besser, wenn gestohlene Ware dorthin kommt, wo sie gebraucht wird, bevor sie ordentlich organisiert verfault.



Ein kleines Ärzte-Team bestehend aus Italienern und Österreichern schlug sich nach Unawatuna durch und begann mit selbst mitgebrachten Mitteln erste Hilfe zu leisten. Im „Gatsch“, mitten unter zusammen gebrochenen Häusern und herumliegenden Toten. Schon nach zwei Tagen ging so ziemlich alles aus. Nachschub kam nicht. Ein mir bekannter Journalist schrieb mir in einem Mail folgendes:



„3. Jänner. Galle und Unawatuna sind auch heute noch immer extrem unterversorgt obwohl seit Tagen sogar zwei Verbindungen bequem dort hinführen.
Essen, trinken, Security ... es mangelt an allem und das ist eine der dichtesten Regionen der Insel während sich in den Lagern und auf Konten die Werte stapeln und tlw. verrotten, was ganz alleine am Management liegt.

Nur ein kleiner Ausschnitt aus der mit am stärksten betroffenen Region auf Sri Lanka.

Auch hier lassen sich die Organisationen feiern, während sich u.a. BBC und Co. fragen, warum es in Galle noch immer düster aussieht. Das ist REALITY ... Heute ... und mit über 5% der Bevölkerung obdachlos.“

Die ersten 2.000 Euro haben wir einem BBC-Journalisten mitgegeben, um direkt vor Ort zu bestechen, um schwarz Medikamente und eine Wasser-Aufbereitungsanlage zu organisieren (ja, ich habe das genehmigt!), damit das Ärzte-Team weiter arbeiten kann. Es ging ja wirklich um Stunden. Die Ärzte und ihre Helfer haben unmenschliches geleistet, in 20 Stunden-Schichten gearbeitet. Dazu brauchten sie aber genau diese Dinge, die in Containern in Colombo feststeckten.

4. Jänner:

By Sanjoy Majumder
BBC News, Galle, Sri Lanka

On a quiet leafy lane in Galle's colonial Dutch fort, two lorries have backed up carefully against the front door of a private home.

A lorry load of aid is unloaded in Sri Lanka Supplies have arrived, but are not necessarily reaching the needy Inside, Zoe Ziglione directs several Sri Lankans who are unloading the truck's cargo - bread, rolls, buns and biscuits, all from Austria.

Two doors away, at another home, a team of Germans and Canadians have set up a small office.

Sacks and boxes are piled up high inside as Mary Fischer and her colleagues pore over maps and lists of refugee camps.

Ten kilometres away, across town, Dr Giuseppe Arcidiacono and his team of four Italian doctors and four paramedics have set up their mobile medical tent on the grounds of a local mental hospital.

Here they treat more than 100 Sri Lankans every day - tending cuts and deeper wounds, providing trauma care and administering medicine.

Government demands International aid has finally arrived in southern Sri Lanka.

But in the absence of an effective distribution system, agencies are having to use the services of local residents and organisations to channel the aid to the needy.

Field hospitals may be more accessible than government clinics. They are also having to contend with the local bureaucracy, which they say is slowing down their ability to deliver aid to victims.

"We have just been told of a directive from the president's office that all aid must be routed through the government," says Dr Ulrich Stiassny of the Austrian Samaritans.

"They are happy for us to bring the aid into the country, but they want it delivered through their channels."

What many of the aid workers voice privately is that the government's aid distribution network does not touch all parts of the country.

And while many of the facilities set up by the government are well organised and stocked with supplies, they are only available to those victims who manage to reach the camps.

"The main hospital in Galle, for instance, is very well equipped. It has enough doctors, nurses and plenty of medical supplies," Dr. Stiassny says.

"But not everyone can get to it. There is no public transport. So how can it benefit those victims who are stuck in far-flung areas?"

Deutlicher gehts wohl kaum. Mit unseren ersten Spenden haben wir sofort und punktgenau geholfen.

Alle restlichen Spenden wurden von uns 1:1 an die „one-world-foundation“ weitergeleitet, ein Schulprojekt, das gänzlich zerstört wurde, das nach dem Unglück nicht einmal auf den Trümmern aufbauen durft, sondern noch dazu die Auflage bekam, einen Kilometer ins Landesinnere zu übersiedeln, damit so ein Unglück nicht wieder passieren kann. Ob gscheit oder nicht sthet nicht zur Debatte, sondern Neubeginn. Grundstück kaufen, neu bauen. Aber das kann man alles auf der Homepage ansehen und nachlesen. Mich erreichte schlussendlich folgendes Mail:

Dank an die großteils unbekannten Spender und Spenderinnen.

Es ist erst wenige Tage her, seit der Spendenaufruf der one world foundation und der in ihr ansässigen Women’s Cooperation verschickt wurde. Die Antworten und die Reaktionen auf dieses Rundschreiben sind überwältigend. Sie geben wieder Hoffnung für das Projekt, obzwar die Folgen der Flutwellen noch schwerwiegender sind, als im ersten Moment schien. Der Wiederaufbau der zerstörten Bildungsstätten in Wathuregama erfordert einen Neuanfang. Ein Grundstück muß erworben werden, denn nach der Katastrophe ordnete die Regierung von Sri Lanka an, daß jedes Schulgebäude in einem Abstand von zumindest einem Kilometer zum Meer errichtet werden muß.

Kathrin Messner und Josef Ortner, die noch in Sri Lanka sind und bereits den Wiederaufbau in Wathuregama/Ahungalla einleiten, bekamen und bekommen durch die zahlreiche Unterstützung viel Mut und Kraft. Wir, das sind die Förderer des Projekts, die den ersten Spendenaufruf ausschickten, möchten allen bekannten und sehr oft unbekannten Spendern und Spenderinnen danken. Wir bitten, dieses Dankschreiben weiterzuleiten und dem ersten Aufruf hinterher zu senden, da wir sehr häufig die Namen und Adressen jener, die Geld spendeten, nicht eruieren können.

Wir könnten von vielen Zeugnissen der Hilfsbereitschaft erzählen: Unsere Erfahrungen reichen vom Max, der sein wöchentliches Taschengeld von einem Euro herschenkte, bis zur großen Firma, die Spenden überwies. Zu berichten wäre von einem Konditormeister, der unzählige Kartons feinster Confiserie für eine Spendensammlung am Silvesterpfad gratis offerierte, von Künstlern, die Spendenboxen und Stände gestalteten, von Musikern, die Benefizkonzerte gaben und geben, vom Kindermuseum, das die Einnahmen eines Tages sammelte, vom Personal eines Restaurants, das die Trinkgelder eines Abends einzahlte. Wie erfreulich, daß die Solidarität international ist und wir Unterstützungen aus Deutschland, der Schweiz, Italien und den USA erhalten. Nicht zuletzt will auch die Stadt Wien zum Wiederaufbau der Schule beitragen.

Dieser Rundbrief heute ist nicht bloß ein Zeichen unserer Dankbarkeit. Es geht um eine Zwischenbilanz, um einen vorläufigen Bericht. Deswegen unsere Bitte um Weiterleitung. Die Spender können sich über das Projekt und den Fortgang der Arbeiten auf der Homepage http://www.owf.at informieren.

Dieses Projekt wurde nicht nur von uns, sondern auch von den Pannobile-Winzern und den L’Insieme-Winzern rund um Elio Altare aus dem Piemont grosszügig unterstützt, die im Palais Coburg sogar eine Wein-Versteigerung zu diesem Zweck veranstalteten, wo sehr viel Geld hereinkam.

Dieses Projekt braucht aber weiterhin Unterstützung. Schaut euch die Website an und helft bitte weiter.

Ich bin stolz auf meine Leser. Wenn wir nur ein einziges Menschenleben gerettet haben, wenn wir nur ein bissl dazu beigetragen haben, dass es diese Schule wieder gibt, dann haben wir was geleistet. Dann weiss ich auch wieder, warum ich mir diese Arbeit antue.

Nochmals Danke an alle.

Euer Knalli

(Helmut O. Knall)
© by Helmut Knall
last modified: 2007-07-18 10:43:42

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