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"Was soll ein Wirt mit einem halben Rind anfangen?"

In Österreich könnten die Landwirtschaft auf der einen Seite, Tourismus- und Gastronomiebetriebe auf der anderen Seite erfolgreicher zusammenarbeiten, würde man nur Angebot und Nachfrage besser aufeinander abstimmen.



Diesen Umstand bemängelt Susanne Kraus-Winkler, Fachverbands-Obfrau der Hotellerie in der NÖ Wirtschaftskammer. "Was soll denn ein Wirt mit einem halben Rind anfangen?", fragte sie pointiert bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Biodiversität", die aus Anlass des von der UNO proklamierten "Jahres der Biodiversität" im Haus der Landwirtschaft in Wien durchgeführt wurde.

In ihrer Funktion als Geschäftsführerin des Loisium-Hotels in Langenlois bietet Kraus-Winkler in ihrem Betrieb erfolgreich regionale Produkte an, wie z.B. Büffelkäse aus dem Kamptal. "Dabei geht es nicht nur um das Marketing, sondern auch darum, dem Begriff Genussregion einen Inhalt zu geben", stellte sie fest. Der Tourismus habe sich immer in enger Symbiose mit den Eigenheiten einer Landschaft entwickelt und entfaltet.
Was mit dem sperrigen Begriff der Biodiversität gemeint ist - so war man sich bei der Diskussion einig - habe sich kaum im öffentlichen Bewusstsein niedergeschlagen. Es geht zunächst um die Erhaltung von Wildformen von Pflanzen und Tieren und damit um den Genpool dieser Erde, im umfassenderen Sinn aber auch, wie Boku-Professor Wolfgang Holzner betonte, um die Unverwechselbarkeit jedes lebenden Systems, also auch um spezifisch geprägte Biotope, Landschaften und vom Menschen geschaffene Kulturpflanzen und Nutztierrassen.

Dem Ort der Veranstaltung entsprechend konzentrierten sich die Wortmeldungen rasch auf den Fragenkreis, wie - nicht zuletzt im Tourismus - regionale Eigenheiten auch wirtschaftliche Chancen bieten und daher auch Subventionen durch die öffentliche Hand gerechtfertigt seien.

Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich strich als Beispiel aus seiner burgenländischen Heimat hervor, dass die aufwändig erhaltenen Schutzgebiete für die Zugvögel im Seewinkel inzwischen der Magnet für zahlreiche "Birdwatchers" geworden seien. Die Vielfalt - so seine These - sei lebendig zu erhalten und nicht nur zu konservieren. (ust)

www.hotelnoe.at
www.biologischevielfalt.at

Meldung: NÖ Wirtschaftspressedienst vom 17.9.2010
© by Helmut Knall
last modified: 2010-09-17 19:58:58

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